Anliegen:
 
„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Unter diesem Motto sind die Anleitungen des Ingenieurbüros für Technische Dokumentation Dr.-Ing. André Cajar (siehe Beispiele) mit vielen Abbildungen versehen.

 

Sachverhalte werden bildhaft gemacht durch:
 
• Zeichnungen (Übernahme aus CAD)
• Grafiken
• Fotografien
Digital aufgenommene, bearbeitete und beschriftete Fotos machen dabei den Hauptteil der Abbildungen in den Anleitungen aus. Die Bildbeschriftung erfolgt durchgängig im Textprogramm.
 
Im Folgenden soll auf die Probleme der Industriefotografie, die Möglichkeiten des Ingenieurbüros für Technische Dokumentation Dr.-Ing. André Cajar bei der digitalen Fotografie sowie auf Details der digitalen Bildbearbeitung eingegangen werden.
 
Probleme der Industriefotografie
 
• Zeitdruck, da der Fototermin oft zwischen Inbetriebnahme und Abtransport liegt
• die zu fotografierende Maschine kann unfertig montiert, unvollständig lackiert, von Tests verschmutzt sein
• zu fotografieren sind oft räumlich große Objekte in teilweise beengtem Umfeld
• uneinheitlich Beleuchtung durch verschiedenartige Lichtquellen in der Werkhalle
• teilweise stark abgeschattete Bereiche neben stark reflektierenden Flächen, wodurch der Einsatz eines Blitzes selten sinnvoll ist
• der Aufbau einer eigenen Beleuchtungstechnik scheitert oft an den örtlichen Platzverhältnissen und zeitlichen Zwängen
• es gibt störende (vom eigentlichen Bildinhalt ablenkende) Details des Maschinenumfeldes
• fehlende geeignete Standpunkte, um Gesamtmaschine bzw. nötige Details aufzunehmen
 
Ausrüstung
 
Die aufzunehmenden Objekte sowie die Einsatzsituationen erfordern:
 
• Fotografien von verschiedensten Standorten, bei denen ein Blick durch einen Sucher oder auf ein fest montiertes Display selten möglich ist
• Filmaufnahmen (mit Ton) zum späteren Erinnern an Details von Abläufen und erläuterten Zusammenhängen und Begrifflichkeiten
 
Wegen dieser Erfordernisse werden ausschließlich digitale Bridgekameras mit schwenk- und klappbaren Displays eingesetzt:
 
• Olympus Camedia C5060 (5 MPixel; genutzte Auflösung: 2.592 x 1.944 Pixel)
• Canon PowerShot S5IS (8 MPixel; genutzte Auflösung: 3.264 x 2.448 Pixel)
   

Olympus Camedia C5060  
   

Canon PowerShot S5IS

 
   
   

Schwenkdisplays der beiden Kameras in verschiedenen Positionen

   
   
   
Weitere Ausrüstung:
   
• Dreibein-Stativ (59 cm bis 151 cm)
• Einbein-Stativ (Auszug auf bis zu 170 cm)
• Stativ-Verlängerung um 45 cm (mit eigenem Schwenkkopf)
• Polarisationsfilter
• Weitwinkelkonverter 0,45 x mit Makrolinse und Adapter für Olympus Camedia C5060
• Weitwinkelkonverter 0,7 x mit Adapter für Canon PowerShot S5IS
• Weitwinkelkonverter 0,43 x mit Makrolinse und Adapter für Canon PowerShot S5IS
• Makrolinsen (+1, +2, +4, +10)
• Externes Blitzlichtgerät
• Zusatzbeleuchtungen mit Stativen (Leuchtstoffröhren + Halogen)
• CF-Cards 256 MByte / 1 GByte für Olympus Camedia C5060
• SD-Cards 2 und 8 GByte für Canon PowerShot S5IS
• Card-Reader
   

sowie:

   
• Reinigungspinsel für Fototechnik
• Taschenlampe
• Halterung der Taschenlampe bei Makrofotografie
• Kabeltrommel
• 2 weiße Stellwände (faltbar bzw. montierbar; je 2,5 x 2,5 m)
• Laptop (HP Compaq nx6125 mit TFT 1400x1050 Pixeln) zur Vorortkontrolle der Aufnahmen, ggf. auch zur Fernsteuerung der Kamera in schwierigen Aufnahmesituationen, die eine großformatige Life-Betrachtung während der Aufnahme erfordern (z.B. bei Makroaufnahmen feinmechanischer Baugruppen)
   
Weiteführende Links zu den Kameras:
   
• Olympus Camedia C5060
http://www.digitalkamera.de/Testbericht/Olympus_C_5060_Wide_Zoom/2066.aspx
http://www.digitalkamera.de/Kamera/Olympus/C-5060_Wide_Zoom.aspx
• Canon PowerShot S5IS
http://www.digitalkamera.de/Kamera/Canon/PowerShot_S5_IS.aspx
   
 
Bildbearbeitung
 
1. Farbkorrektur
2. Reduktion von „Fischaugeneffekten“
3. Reduktion von „stürzenden Linien“ und Beschnitt
4. Retusche nicht zur Maschine gehörender Details
5. Retusche weiterer Details (z.B. Schmutz, Fehler in der Lackierung, provisorische Aufkleber)
6. Reduktion auf die für die Anleitung erforderliche Bildgröße (auf Basis von 300 dpi); dabei wird ein Programm eingesetzt, bei dem feine Details erhalten bleiben
 
Anschließend wird das Foto in die Anleitung eingefügt und mit dem Textprogramm beschriftet.
   

Beispiele

(Fotos verwendet mit freundlicher Genehmigung der WEMA Glauchau - Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau GmbH)
 

Originalfoto (auf 15% verkleinert); zuerst muss die Farbe korrigiert werden (Ergebnis siehe nächstes Foto)
 
   
Foto nach der Farbkorrektur; als nächstes sind die gebogenen Konturen (Fischaugeneffekt) zu korrigieren
 
      
Foto nach Korrektur des Fischaugeneffektes; als nächstes sind senkrechte Konturen zu korrigieren, die im Foto nicht als solche dargestellt werden ("stürzende" Linien)
 
            
Foto nach Korrektur der stürzenden Linien und Beschnitt
 
Foto nach Retusche nicht zur Maschine gehörender Details
 
Foto nach Retusche weiterer Details (hier markiert)
 
Anfänge:
 
Zu einer Zeit, als die PC-Technik noch "in den Kinderschuhen" steckte, wurden erste Fotoerfahrungen gesammelt bei der Aufnahme von Landschaften, Gebäuden, Pflanzen und Tieren (bei Insekten insbesondere Makroaufnahmen) mit:
 
• Praktika MTL5
• Normalobjektiv Pentacon 1,8/50
• Teleobjektiv Pentacon 2,8/135
• Weitwinkelobjektiv Pentacon 2,8/28
• Konverter 2x
• Zwischenringen
• Einstellschlitten
• Balgennaheinstellgerät
• Zoom 19-35 mm
• Zoom 28-70 mm
• Zoom 70-210 mm